Frühjahrskonzert 2018

Programm

Ludwig van Beethoven

Die Geschöpfe des Prometheus, op. 43

Wolfgang Amadeus Mozart

Konzert für Violine und Orchester D-Dur KV 218

Peter I. Tschaikowski

Symphonie Nr. 3 in D-Dur, op. 29
Solist: Johannes Brzoska, Violine
Dirigent: Ingo Ernst Reihl

Konzerte

Samstag, 28. April 2018 | 20.00 Uhr | Volksbank Klassisch

Gebläsehalle der Henrichshütte Hattingen | Werksstr. 33 - 35 | Hattingen

Vorverkauf: Filialen der Volksbank Sprockhövel-Hattingen

Sonntag, 29. April 2018 | 20.00 Uhr

Neue Erlöserkirche Annen | Westfeldstr. 81 | Witten


Solist und Dirigent

Johannes Brzoska

Johannes Brzoska, geb. 1998, äußerte im Alter von 18 Monaten den Wunsch, Geige zu lernen. Seit seinem viertem Lebensjahr ist er Schüler bei Nikolai Mintchev, seit 2010 als Jungstudent an der Folkwang UdK. Seit dem Wintersemester 2016/17 studiert er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Prof. Anke Dill.

Er ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, darunter Jugend musiziert auf Bundesebene sowie dem Trimborn Förderpreis der Stadt Ratigen. Zuletzt erhielt er mit dem Anima-Klavierquartett den 1. Preis beim Carl Wendling- Kammermusikwettbewerb der Musikhochschule Stuttgart.

Von September 2013 bis Januar 2014 studierte er als Stipendiat der Alice und Hans Joachim Thormählen Stiftung bei Prof. Svetlin Roussev in Paris. Er absolvierte zahlreiche Meisterkurse bei international renommierten Professoren wie Prof. Latica Honda-Rosenberg, Prof. Mintcho Mintchev, Prof. Svetlin Roussev und Prof. Anke Dill. Als Mitglied des Bundesjugendorchesters führten ihn Tourneen in Länder wie China, Ukraine, Rumänien und ins Baltikum.

Sein musikalischer Schwerpunkt liegt neben dem klassischen Solorepertoire in der Neuen Musik, welche für ihn einen wichtigen Teil der europäischen Musik ausmacht, und in zahlreichen Konzertprogrammen neben dem klassischen Violinrepertoire seinen Platz findet. Regelmäßig ist er an Aufführungen neuer Kompositionen beteiligt, zuletzt 2017 bei den Donaueschinger Musiktagen.

Seit 2013 ist er auch als Komponist tätig. Im Mai 2014 wurde im Rahmen der Folkwang Woche Neue Musik sein Ensemblestück „LiaiSons“ vom Ensemble CRUSH uraufgeführt. Seither hat er viele Stücke für diverse Besetzungen komponiert, zuletzt 2017 die „Vier Bagatellen für Akkordeon und Klavier“.

Er spielt eine Nicolas Lupot aus dem Jahr 1806, welche ihm als Leihgabe von der Alice und Hans Joachim Thormählen Stiftung zur Verfügung gestellt wird.

 

Ingo Ernst Reihl

1969 als Sohn einer Tänzerin und eines bildenden Künstlers in Oberhausen/Rheinland geboren, erhielt er früh Trompeten- und Klavierunterricht an der Musikschule Mülheim an der Ruhr. 1985-1988 studierte er Komposition bei Prof. Wolfgang Hufschmidt an der Folkwang-Universität Essen. In dieser Zeit gründete er das junge orchester NRW, das er noch heute musikalisch leitet. Besondere Prägung als Dirigent erfuhr er in Prag bei seinem Lehrer Václav Neumann, dem langjährigen Chefdirigenten der Tschechischen Philharmonie und Präsidenten der Tschechischen Gustav-Mahler-Gesellschaft. 1987 bekam er den Förderpreis zum Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr. 1989/1991 gründete er das Orchester bzw. den Chor der Universität Witten/Herdecke. 1992 dirigierte er erstmals das Staatliche Kammerorchester der Republik Belarus, 1993-1999 und 2001-2004 war er Chefdirigent und künstlerischer Direktor dieses Ensembles.

1993 erhielt er ein Stipendium der Werner Richard-Dr. Carl Dörken-Stiftung Herdecke, wurde zum Universitätsmusikdirektor der Universität Witten/Herdecke ernannt und leitet seitdem den Bereich „Künstlerische Praxis“ an der Fakultät für Kulturreflexion – Studium fundamentale. 1994 wurde Reihl Stipendiat der Herbert von Karajan-Stiftung und 1997 Stipendiat der Leonhard-Stinnes-Stiftung. 1999 ernannte ihn das Staatliche Kammerorchester der Republik Belarus zu seinem Ehrendirigenten. Seit Oktober 2001 ist Ingo Ernst Reihl Honorarprofessor für Dirigieren an der Staatlichen Musikakademie Belarus. Zudem leitet er seit 2013 das Universitätsorchester der TU Dortmund und unterrichtet dort Dirigieren/Ensembleleitung. Seit Ende 2014 ist er Honorarprofessor an der Universität Witten/Herdecke.

Durch sein Interesse an der zeitgenössischen Musik dirigiert Reihl regelmäßig Uraufführungen und Ersteinspielungen. Zu den Solisten und Komponisten, mit denen er arbeitete, gehören Paul Badura-Skoda, Hermann Baumann, Boris Bloch, Halina Czerny-Stefanska, Stefan Heucke, Oleg Jantschenko, Kjell Mørk Karlsen, Elmar Lampson, Gideon Lewensohn, Mischa Maisky, Krzysztof Penderecki, Nikolai Petrov, Anatoli Safiulin, Isaac Schuldman, Kunsu Shim, Naum Shtarkman, Gerhard Stäbler, Guillaume Sutre, Almas Svilpa, Siegfried Thiele und Tabea Zimmermann.

Seine Arbeit als Gastdirigent zahlreicher Ensembles führte ihn durch West- und Osteuropa und ist dokumentiert auf CD sowie in Rundfunk- und Fernsehaufnahmen.